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Nutzung der Karte

Die vorliegende Karte dient zur Prognose der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft ausschließlich im regionalen Maßstab. Sie liefert Hinweise, in welchen Regionen das geogene Radonpotenzial gering ist, gleichzeitig zeigt sie aber auch Gebiete mit höherem Radonpotenzial, das die Ursache für erhöhte Radonkonzentrationen in der Raumluft sein kann.

Die Radonkonzentration in der Bodenluft ist ein Maß dafür, wie viel Radon im Untergrund zum Eintritt in ein Gebäude zur Verfügung steht. Das Verhältnis von Radon in der Raumluft zu Radon in der Bodenluft liegt typischerweise bei ca. 1 bis 5 Promille, d.h. bei einer Aktivitätskonzentration in der Bodenluft von 100 kBq/m3 könnten also Werte zwischen 100 bis 500 Bq/m3 in der Raumluft des Gebäudes auftreten.
Es sei darauf hingewiesen, dass die regionale Verteilung des geogenen Radonpotenzials nicht mit der regionalen Verteilung der gemessenen Radonkonzentration in Gebäuden übereinstimmen muss. Letztere hängt entscheidend von der Ankopplung des Hauses an den Baugrund und damit von der Gründungstiefe, der Bauweise und dem Baualter, darüber hinaus aber beispielsweise auch von der Nutzung und dem Lüftungsverhalten der Bewohner ab. Die Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft dagegen kann als aussagekräftiger Parameter des Untergrundes angesehen werden, da sie vom Bautyp und Zustand des Hauses sowie dessen Nutzung unabhängig ist. Ihre Ermittlung in Abhängigkeit von den geologisch-bodenkundlichen Gegebenheiten stellt daher ein kostengünstiges Konzept zur Kartierung des geogenen Radonpotenzials dar.

Ein Anwendungsbeispiel für die Nutzung dieser Karte liegt in der Bewertung von Gebieten hinsichtlich notwendiger Maßnahmen zum radongeschützten Bauen. So können Areale, in denen keine besondere Vorsorge bei Bau­maß­nahmen notwendig sind (Boden­luft­konzentration < 20 kBq/m3), von Arealen unter­schieden werden, in denen für konkrete Aussagen detailliertere Radonkarten verwendet oder weitergehende Untersuchungen in Betracht gezogen werden müssen (Bodenluftkonzentration > 20 kBq/m3).

Aus den Bodenluftkonzentrationen kann ebenso wenig generell die Höhe der Radonkonzentrationen in Trinkwässern abgeleitet werden. Die Darstellung in der Karte spiegelt die Verhältnisse in der oberflächennahen Bodenluft wider. Trinkwässer werden oftmals jedoch aus großer Tiefe gefördert. Die dort anstehenden Gesteine können völlig andere sein als diejenigen an der Erdoberfläche und werden somit durch die Radonkonzentrationen in der Bodenluft in keinem Fall beschrieben. Die Bodenluftkarte kann nur Hinweise auf Gebiete mit möglicherweise erhöhten Trinkwassergehalten liefern, wenn das Wasser aus dem oberflächennahen Bereich gewonnen wird. Es ist jedoch stets zu beachten, dass die Aufbereitung des Wassers eine ganz entscheidende Rolle für die Höhe der Radonkonzentration im späteren Trinkwasser spielt.

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Letzte Änderung: 06. 07. 2012