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Strahlenexposition in Deutschland


Zivilisatorische Strahlenexposition

Die bedeutendste Quelle der zivilisatorischen Strahlenexposition stellen Anwendungen in der Medizin dar. Vor allem die Röntgenstrahlung für diagnostische Zwecke sowie strahlentherapeutische Behandlungen führen zu einer durchschnittlichen jährlichen effektiven Dosis von rund 2,0 Millisievert für jeden Bundesbürger. Dank verfeinerter und verbesserter Technik nimmt dieser Anteil in den letzten Jahren jedoch ab. Die individuelle Dosis hängt selbstverständlich von der Häufigkeit und Art der Untersuchung des Einzelnen ab und schwankt daher von Mensch zu Mensch sehr stark.

Andere zivilisatorische Quellen wie beispielsweise Anwendungen in Forschung und Technik oder der Fall-out oberiridischer Atombombenversuche tragen nur einen sehr geringen Anteil zur Strahlenbelastung des Menschen bei.

Natürliche Strahlenexposition

Kosmische Strahlung

Aus dem Weltall trifft neben elektromagnetischer Strahlung eine energiereiche Teilchenstrahlung auf die Lufthülle der Erde. Diese wird als kosmische Primärstrahlung bzw. Höhenstrahlung bezeichnet. In geringer Höhe über NN ist ihre Intensität aufgrund der hohen Absorption während des langen Weges durch die Luftschichten der Atmosphäre gering. In ca. 10 bis 50 km Höhe erreicht sie ein Intensitätsmaximum (es entsteht zusätzliche Strahlung durch Reaktion der Primärstrahlung mit den Luftmolekülen) und fällt danach auf einen beinahe konstanten Wert ab.

Terrestrische Strahlung

Natürliche Radionuklide kommen in unterschiedlichen Konzentrationen überall auf der Erde vor. Von besonderer Bedeutung für die Strahlenbelastung des Menschen sind die in den natürlichen Zerfallsreihen von Uran und Thorium entstehenden Radionuklide sowie das im natürlich vorkommenden Kalium enthaltene Isotop K-40. Die Schwankungen des Gehalts an natürlichen Radionukliden innerhalb gleicher Gesteinsarten sind auf Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung zurückzuführen. Variationen der Radonaktivitätskonzentrationen in der oberflächennahen Bodenluft werden durch geologisch-bodenkundliche Parameter (z.B.: Bodenfeuchtigkeit, -porosität und -temperatur) sowie meteorologische Faktoren (z.B.: Lufttemperatur, -druck, -feuchte, Windrichtung und -stärke, Temperaturgradient) gesteuert.

Nahrung

Durch Stoffwechselvorgänge gelangen natürlich vorkommende Radionuklide aus der Geosphäre in pflanzliche und tierische Organismen und damit auch in die Nahrungsmittel des Menschen. Die Radionuklidgehalte in den Lebewesen schwanken je nach Pflanzen- bzw. Tierart und hängen zudem davon ab, in welchem Teil des Organismus (z.B.: Blatt oder Samen bei Pflanzen, Fleisch, Knochen oder innere Organe bei Tieren) sie bevorzugt eingebaut werden. Der Organismus ist dabei nicht in der Lage, zwischen radioaktiven und nicht-radioaktiven Isotopen eines Elementes zu unterscheiden. Die Aufnahme von Radionukliden durch den Menschen wird als Ingestion bezeichnet. Von besonderer Bedeutung sind die Radionuklide H-3, C-14, und K-40. Letzteres liefert den bei weitem größten Anteil an der Strahlenexposition des Menschen. Angaben über die spezifische Aktivität von Nahrungsmitteln sagen jedoch nichts über die biologische Gefährlichkeit aus. Dafür müssen neben physikalischen auch biologische Eigenschaften berücksichtigt werden (z.B.: Verweildauer im Organismus, bevorzugte Speicherung in bestimmten Organen).

Inhalation von Radon und seinen Zerfallsprodukten

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Letzte Änderung: 06. 07. 2012