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Radon in der Bodenluft

In Zusammenhang mit der Radonbelastung in Gebäuden ist die Frage über die Bewertung des Untergrundes hinsichtlich seines Radonpotenzials von Bedeutung.

In Deutschland gibt es keine klaren Vorgaben über diesbezügliche Messungen und deren Bewertung. Es existiert jedoch eine standardisierte Vorgehensweise zur Ermittlung der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft, die im Rahmen mehrerer Forschungsvorhaben des Bundes entwickelt wurde und mit deren Hilfe auch die Messungen zur Erstellung der Karte der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft in Deutschland durchgeführt worden sind. Regional gültige Empfehlungen zum radongeschützten Bauen von Neubauten basieren ebenfalls auf dieser Deutschland-Karte und damit auf der erwähnten Vorgehensweise zur Bodenluftmessung.
In der vom Gesetzgeber nicht verabschiedeten "Radon-Richtlinie" werden präventive und sanierende bautechnische und -konstruktive Maßnahmen zur Verhinderung des Radoneintrittes in Gebäude beschrieben. Die Art und Komplexizität dieser Maßnahmen orientiert sich im Wesentlichen an der Höhe der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft, die im Rahmen einer Standortbewertung bestimmt wird. Da diese Vorschläge auf zahlreichen Erfahrungen aus der Praxis basieren, stellen sie eine gute Orientierung dar.

Anmerkung:
In der Literatur wird des Öfteren die Vorgehensweise bei der Bewertung eines Baugrundes beschrieben. Als einflussnehmende Kriterien spielen neben der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft zumeist Bodeneigenschaften wie die Gaspermeabilität oder die Migrationsweite des Radon eine Rolle. Über empirisch ermittelte Formeln werden diese Parameter miteinander verknüpft und daraus Kennzahlen wie ein "Radonverfügbarkeitsindex", eine "Radonaktivitätszahl" o.ä. ermittelt. Anhand von Klasseneinteilungen erfolgt anschließend eine Bewertung des Baugrundes, die zumeist unmittelbar mit Schutzmaßnahmen beim Neubau gekoppelt ist. Solche Untersuchungen besitzen einen wissenschaftlichen Hintergrund, da sie sich mit der Radonmigration im oberflächennahen Boden beschäftigen. Es existiert aber keinerlei allgemeingültige und verbindliche Vorgabe, wie ein Baugrund hinsichtlich seiner Radonbelastung zu bewerten ist!
Ein Vorschlag zur Vorgehensweise bei der Radonmessung in der Bodenluft ist der Messanleitung der Bonner Arbeitsgemeinschaft "Radon" (PDF-Version zum download) (Hilfe zu PDF-Dateien)) zu entnehmen. Vorgaben vergleichbaren Inhaltes waren in der "Radon-Richtlinie" der ARGEBAU vorgesehen.

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Letzte Änderung: 06. 07. 2012