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Allgemeine Informationen

Die Inhalation von Radon und seinen Folgeprodukten in Gebäuden macht den größten Teil der natürlichen Strahlenbelastung des Menschen in Deutschland aus und kann eine Erhöhung des Lungenkrebsrisikos nach sich ziehen. Das Auftreten erhöhter Raumluftgehalte ist durch zahlreiche Messkampagnen nachgewiesen. Die Quelle des Radon in Gebäuden sind in aller der Regel die Gesteine und Böden des geogenen Untergrundes; die Radonfreisetzung aus Baumaterialien oder dem Brauch- und Trinkwasser spielt lediglich in Sonderfällen eine Rolle. Bereits durchschnittliche Radonaktivitätskonzentrationen in der Bodenluft reichen schon aus, um bei Vorhandensein geeigneter Wegsamkeiten aus dem Boden durch das Fundament ins Haus eine Erhöhung der Radonkonzentration im Gebäude zu bewirken. Dieser Effekt kann durch bautechnische Maßnahmen zur Energieeinsparung, wie sie in den vergangenen Jahren Standard geworden und vom Gesetzgeber mittlerweile auch vorgeschrieben sind, noch verstärkt werden. So fordert beispielsweise die Energieeinsparverordnung (EnEV 2004) u.a. eine dauerhaft luftundurchlässige Abdichtung der oberirdischen Gebäudehülle. Zudem werden gerade bei Sanierungen oftmals Maßnahmen ergriffen (z.B.: Einbau neuer Fenster), die im Einzelnen energietechnisch durchaus sinnvoll sind, jedoch im Gesamtbild zu einer Erhöhung der Belastung mit Innenraumschadstoffen führen können.

Damit stellen sich die zwei folgenden Fragen:

  1. Wie kann ich die Radonkonzentration im Haus reduzieren?
  2. Wie kann ich beim Neubau eines Hauses das Eindringen der radonhaltigen Bodenluft verhindern?

Der erste Themenkomplex umfasst Probleme der Radonsanierung, der zweite Bereich Maßnahmen zum radonsicheren Bauen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat hierzu ein "Radon-Handbuch Deutschland" erarbeitet. Zielgruppe sind in erster Linie Baufachleute, aber auch interessierte Hauseigentümer und -nutzer. Die zur Zeit gängigen Sanierungs- und Schutzmaßnahmen werden darin ausführlich erläutert. Das Handbuch kann gegen eine Schutzgebühr von 10,- EUR über den Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft GmbH (www.nw-verlag.de) bezogen werden.
Zudem steht auf der Internetseite des BMU die Broschüre "Radon-Merkblätter" zum Herunterladen bereit. Darin werden präventive Maßnahmen zum radon-sicheren Bauen sowie Sanierungsmaßnahmen beschrieben.

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Letzte Änderung: 06. 07. 2012