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Schweiz

Messkampagnen und Projekte
In der Schweiz existiert ein umfangreicher Datenbestand an Hausmessungen: Aus ca. 55.000 Häusern liegen ca. 101.000 Messwerte vor, davon ca. 60.000 Messungen aus bewohnten Räumen. Der (nach einer Korrektur für Stockwerk und regionale Bevölkerungsverteilung) gewichtete arithmetische Mittelwert in bewohnten Räumen liegt bei 75 Bq/m3. Es wurden ca. 2.200 Richt- und ca. 660 Grenzwertüberschreitungen beobachtet. Man schätzt, dass ca. 1 - 2 % der Bevölkerung bei Radonkonzentrationen über 400 Bq/m3 und ca. 0,2 % bei Konzentrationen über 1.000 Bq/m3 leben.

Mit Hilfe der Messwerte wurde eine Radonkarte der Schweiz erstellt (Karte, Stand 2006). Bei mehr als 20 vorliegenden Messungen pro Gemeinde erfolgt eine Einstufung dieser Gemeinde auf der Basis des arithmetischen Mittelwertes (AM) von Messungen in bewohnten Gebäuden in folgende Klassen:

  1. hohes Radonrisiko: AM >200 Bq/m3 (Radongebiet): Messung nötig
  2. mittleres Radonrisiko: AM 100 - 200 Bq/m3: Messung empfohlen
  3. geringes Radonrisiko: AM <100 Bq/m3: Messung optional

In einigen Kantonen erfolgt lediglich eine Unterscheidung in die zwei Klassen AM >200 Bq/m3 (Radongebiet) und AM <200 Bq/m3. Ca. 16 % der Gemeinden gelten als Radongebiet.

Gesetzliche Regelungen
In der Schweiz wurde der Radonproblematik bereits 1994 mit der damals in Kraft getretenen Strahlenschutzverordnung gesetzgeberisch Rechnung getragen. Darin sind Grenzwerte von 1.000 Bq/m3 im Jahresmittel für Wohn- und Aufenthaltsräume und von 3.000 Bq/m3 für Arbeitsräume sowie ein Richtwert von 400 Bq/m3 für Neu- und Umbauten festgeschrieben. Die "Philosophie" des strahlenschützerischen Ansatzes besteht darin, vorrangig die Kappung der Radonspitzen anzustreben. Ziel von Messungen war bzw. ist es demnach, Häuser mit möglichst hohen Radonkonzentrationen aufzuspüren.

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Letzte Änderung: 06. 07. 2012